
Der Begründer der klassischen Homöopathie ist Dr. Friedrich Christian Samuel Hahnemann, der von 1755 bis 1843 lebte. Er war Sohn eines verarmten Porzellanmalers in Meißen und konnte aufgrund seiner großen Begabung mittels Stipendien Medizin in Leipzig, Wien, Siebenbürgen und Erlangen studieren. Hiermit war er jedoch schon kurze Zeit später so unzufrieden, dass er schließlich 1779, nach kurzer Praxistätigkeit, seiner zeitgenössischen Heilkunde, die primär aus schwächenden Aderlässen, den Gaben von nahezu toxischen Dosen an Schwermetallen und anderen Giften (Arsen, Quecksilber, Blei) und vielen weiteren drastischen Therapien bestand, den Rücken zukehrte und seine stetig wachsende Familie mittels Übersetzertätigkeiten über Wasser hielt. Er beherrschte seit seiner frühen Jugend sechs Sprachen und konnte hierdurch ein Minimalgehalt sicherstellen. Während all dieser Jahre war er außerordentlich unstet, er zog in seinem Leben mehr als zwanzig Mal um. Mit dem System der Homöopathie, das primär in Leipzig (1811-1821) und Umgebung (Köthen, 1821-1835) in den Jahren ab 1790 entwickelt wurde, kam er wieder zu einer ärztlichen Tätigkeit. Seine letzte Ruhe fand Hahnemann auf dem Pariser Prominentenfriedhof Père Lachaise.

